Dyskalkulie
Eine Dyskalkulie oder Rechenschwäche zeigt sich in einem mangelnden Mengen-, Stellenwert- und/oder Operationsverständnis im Bereich mathematischer Grundfertigkeiten. Die betroffenen SchülerInnen haben entweder gar keine Strategien zur Lösung mathematischer Probleme oder entwickeln ihre „eigene Logik“, mit der sie versuchen, mathematische Aufgaben zu lösen. Häufig brauchen SchülerInnen mit einer Rechenschwäche noch einmal einen Schritt zurück auf die Ebene des konkreten Materials, um diese dann mit den abstrakten mathematischen Symbolen (Ziffern, Rechenzeichen) neu verknüpfen zu können. Um dyskalkulen SchülerInnen effektiv helfen zu können, ist es notwendig, ihre Denkmuster zu erforschen und gemeinsam mit ihnen neue Lösungsstrategien zu entwickeln.

In der Diagnostik werden deshalb keine standardisierten Verfahren angewendet, sondern es werden den SchülerInnen mathematische Aufgaben gestellt und sie werden aufgefordert, zu zeigen, wie sie sich eine Lösung erarbeiten. Dadurch kann festgestellt werden, auf welchem Niveau sich das mathematische Wissen und Verständnis befindet.
In der Therapie werden davon ausgehend die weiteren, höheren mathematischen Fähigkeiten und Fertigkeiten gemeinsam entwickelt und erarbeitet.